Donnerstag, Juni 01, 2006

Slitcam II



Malerischer Effekt mit S-Kurven

Mit einem Vektor-Grafikprogramm wie z.B. Inkscape (Freeware), oder auch Freehand, Illustrator, Corel Draw etc. werden Kurvenlinen gezeichnet, weiß auf schwarzem Grund.



Ausgedruckt wird auf Folie. Sollte die Grafik nicht deckend schwarz sein, wird eine zweite Folie, diesmal seitenverkehrt gedruckt und passgenau mit der ersten übereinander montiert. Dazu eignet sich u.a. dünnes doppelseitiges Klebeband (kein Teppichklebeband).
Der Kurvenschlitz wird anschließend vor das Kamera-Gehäuse montiert. Hat man eine Spiegelreflex kann der Effekt im Sucher durch Drehen des "Vorsatzes" eingestellt werden. Erfahrungsgemäß muß 1 - 2 Blendenstufen überbelichtet werden. Weitere Slitcam-Bilder hier bei flickr.


Kommentare:

Feli hat gesagt…

Hi!
Finde deine Seite sehr interessant, bin via google drauf gestossen :-)
Hab mir grade eine pratica LLc gekauft und will damit in die Pinholephotografie einsteigen.
Nun überlege ich wie ich das am besten anstelle, kauf ich bei ebay in nem Shop ne Blende, oder bastel ich mir aus ner Coladose selber was?
Am besten hat mir deine hier vorgestellte Methode gefallen, meinst du man kann so auch die kleinen (o,2-0,6er) Löcher hinbekommen?
Es lässt sich aus deinem Beitrag leider nicht schleißen wie breit deine "Wellen" sind...und was für Folie du genommen hast(Projektorfolie?)....?
Danke vorweg & herzliche Grüße!

Lochkamera hat gesagt…

hallo feli,
vielen Dank für Dein Interesse an diesem Blog.
Meine "Wellen" habe ich in Freehand mit 0,35 mm angelegt und im 1200 dpi-Laserdrucker ausgegeben auf spezielle Druckerfolie (Omnichrome von Letraset, keine Ahnung ob die noch im Handel ist, aber was ähnliches bestimmt). Da ein Ausdruck aber nicht optimal deckt habe ich einen zweiten seitenverkehrt ausgedruckt und mit dem ersten Schicht auf Schicht zusammenmontiert. Ob dieses Verfahren allerdings für Pinhole-Löcher taugt, glaube ich eigentlich eher nicht, dazu ist die Auflösung der Laserdrucker wahrscheinlich noch zu gering. Meine "Zoneplates" habe ich mit 2400 dpi auf Lithfilm belichten lassen. Interessant wäre ein Test aber allemal.
Ansonsten gilt schon die Formel je exakter das Loch, desto besser die Abbildung. Aber das ist relativ, auch mit einem weniger präzisen Loch aus einer Getränkedose kann ein kreativer Fotograf umwerfende Bilder machen, bzw. bewußt als Stilmittel einsetzen.

Feli hat gesagt…

Dank dir schonmal!
Ich werd dann 2 Pinholes von ebay bestellen(a 9,90) wenn du keinen günstigeren Tip hast und die Wellen dann wie von dir beschrieben machen :-)

Ich würde jetzt eins in 0,2 und eins in 0,4 bestellen, ist das zu empfehlen oder würdest du mir zu anderen Größen raten?

Herzliche Grüße!

Lochkamera hat gesagt…

hallo feli,
es gibt den "idealen" Öffnungsdurchmesser (D) und eine Formel dazu:
D = 0,037 x Wurzel aus Bildweite in mm... O.k, das ist mir auch zu umständlich. Man misst einfach den Abstand von der Filmebene zum Loch und gibt diese Werte z.B. in den Pinhole-Designer (siehe auch mein Kapitel Belichtungsmessung) ein und erhält dann den optimalen Lochdurchmesser. Bei der OM2 sind das zum Beispiel 53 mm, das ergibt dann ein optimales Pinhole von 0,268 also aufgerundet ca. 0,3 mm. Es stimmt in diesem Zusammenhang nicht, daß ein kleineres Loch, also etwa 0,2 mm ein "schärferes" Bild ergibt. aber möglich sind dann bei der Praktika sowohl 0,2 und 0,3 mm.

lg. Otto